Ich plane Treffen unter der Woche lieber an Tagen, an denen mein Arbeitskalender nicht schon aus sechs Gesprächen besteht. Mittwoch ist für mich nicht grundsätzlich sozialer als Dienstag. Aber ein Mittwoch mit zwei Stunden Fokusarbeit kann sich nach Feierabend komplett anders anfühlen als ein Dienstag voller Meetings.
Ich habe irgendwann gemerkt, dass ich nach der Arbeit nicht unbedingt müde bin. Ich will nur erst mal von niemandem mehr etwas.
Acht Stunden Fragen, Meetings, Slack, „hast du kurz?“ und dann schreibt um 18 Uhr ein Freund: „Noch spontan Bier?“
Eigentlich würde ich ihn gern sehen.
Mein Gehirn liest aber nur: weiterer Termin mit Gespräch.
Wenn wir uns dann doch treffen, bin ich meistens froh. Der schwierige Teil ist wirklich nur, nach Feierabend noch einmal aus dem Ruhemodus rauszukommen.
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